EMDR (Trauma) Therapie in Nürnberg

Wenn belastende Erfahrungen nicht zur Vergangenheit werden

Manche Erfahrungen, Erlebnisse oder Ereignisse sind für uns zu groß oder zu belastend, um sie vollständig zu verarbeiten. Ein Trauma entsteht nicht nur durch schwere Unfälle, Naturkatastrophen oder Gewalterfahrungen. Traumafolgestörungen treten auch in Folge kleinerer oder länger andauernder Situationen auf und führen zu dauerhaften Belastungen / Einschränkungen durch: Verlustängste, Mobbing, Verlust von Bezugspersonen, ungesunde Partnerschaften, medizinische Diagnosen, Krankenhausaufenthalte uvam.


Die stärkste Auswirkung ist die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS):

Ein Teil der Erfahrung wird verarbeitet. Ein anderer Teil bleibt gewissermaßen im Rohformat abgespeichert. Die Handlungsseite ist möglicherweise längst auf der Überholspur, während die emotionale Verarbeitung noch in den Startlöchern steht.

EMDR unterstützt die Verarbeitung solcher festgehaltenen Informationen. Durch geführte Augenbewegungen oder eine bilaterale Stimulation, beispielsweise durch Tapping oder spezielle Musik, wird ein ähnlicher Prozess angestoßen, wie man ihn beim REM-Schlaf vermutet. Man vermutet, dass dieser Prozess zur Verarbeitung und Einordnung von Erfahrungen beiträgt.

 

Was kann sich durch EMDR für Sie verändern?

Belastende Erfahrungen werden durch EMDR nicht gelöscht. Sie bleiben Teil der Lebensgeschichte.

EMDR unterstützt die Verarbeitung festgehaltener Informationen und ermöglicht einen neuen Umgang mit belastenden Erinnerungen, Gefühlen und Gedanken.

Viele Menschen erleben im Verlauf der Behandlung eine deutliche Entlastung. Erinnerungen verlieren an emotionaler Intensität, belastende Symptome nehmen ab und die Vergangenheit wird zunehmend als etwas erlebt, das vorbei ist.

Die Vergangenheit darf dort bleiben, wo sie hingehört – in der Vergangenheit – ohne das heutige Leben, Fühlen und Handeln weiterhin zu bestimmen.



EMDR Eye Movement Desensitization and Reprocessing 

(auf Deutsch ungefähr: Desensibilisierung und Aufarbeitung durch Augenbewegungen) nach Francine Shapiro ist eine wissenschaftlich anerkannte Behandlungsmethode der posttraumatischen Belastungsstörung.

EMDR hat sich inzwischen  auch bei anderen psychischen Belastungen und Beschwerden bewährt

Anwendungsgebiete von EMDR

EMDR wurde ursprünglich zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) entwickelt und gilt heute als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren der Traumatherapie.

Darüber hinaus hat sich EMDR auch bei weiteren psychischen Belastungen und Beschwerden bewährt:

 

Traumafolgestörungen und belastende Erfahrungen

  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
  • Komplexe PTBS
  • Transgenerationales Trauma
  • Folgen belastender Lebensereignisse
  • Bindungstraumatisierungen
  • Trennung / Scheidung
  • starke Trauer nach Verlusterlebnissen


Angst und emotionale Belastungen


Körperliche Beschwerden mit psychischer Beteiligung

  • Psychosomatische Beschwerden
  • chronische Schmerzen
  • Tinnitus


FAQ zu EMDR

Im Blog finden Sie weitere Informationen rund um die Themen EMDR, Angst, Panik, Trauma, PTBS.

  • Was bedeutet EMDR

    EMDR steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing" (Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen).


    EMDR ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode der Psychotherapie zur Verarbeitung belastender Erfahrungen und Erlebnisse.

  • Für welche Beschwerden eignet sich EMDR?

    EMDR wurde ursprünglich für die Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) entwickelt.


    Heute wird EMDR unter anderem bei Angst, Panik, Traumafolgestörungen, belastenden Lebenserfahrungen und weiteren psychischen Belastungen eingesetzt.

  • Wie viele Sitzungen sind notwendig?

    Das lässt sich nicht pauschal beantworten.

    Die Anzahl der Sitzungen hängt unter anderem von der Art der Belastung, den und den Therapiezielen ab.


    Nach meiner Erfahrung stellt sich häufig bereits nach der 1.Sitzung eine z.T. deutliche Erleichterung ein. 

    Manche Belastungen lassen sich in wenigen Sitzungen bearbeiten. Bei komplexeren oder langandauernden Erfahrungen kann der Prozess mehr Zeit benötigen. 


    Wir schauen regelmäßig, welche zusätzliche Entlastung noch möglich und welches Tempo für Sie passend ist.

  • Übernimmt die Krankenkassen die Kosten?

    Ja.

    EMDR gehört zu den wissenschaftlich anerkannten Verfahren der Psychotherapie und wird in nationalen und internationalen Behandlungsleitlinien empfohlen.

    Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen seit 2015 die Behandlungskosten für EMDR im Rahmen einer Psychotherapie. 

    Die Kostenübernahme ist jedoch an bestimmte Voraussetzungen gebunden. 


    Ob eine private Kranken- oder Zusatzversicherung die Kosten übernimmt, hängt vom jeweiligen Vertrag ab.


    Arbeitsunfall - Berufsgenossenschaften:

    Die Berufsgenossenschaften bezahlen bei einem Arbeitsunfall mit anschließend notwendiger EMDR Behandlung auch die Therapie beim Heilpraktiker für Psychotherapie.



    Als Heilpraktikerin für Psychotherapie rechne ich nicht mit den gesetzlichen Krankenkassen ab.


    Informationen zu meinem Honorar und möglichen Erstattungen durch private Kranken- oder Zusatzversicherungen finden Sie auf der Kostenseite.


  • Wie funktioniert EMDR?

    Manche Erfahrungen werden nicht vollständig verarbeitet. Obwohl das Ereignis längst vorbei ist, können Gefühle, Körperreaktionen oder Erinnerungen weiterhin belastend wirken.

    EMDR unterstützt die Verarbeitung solcher unvollständig verarbeiteten Informationen. Durch geführte Augenbewegungen oder andere Formen bilateraler Stimulation wird ein Verarbeitungsprozess angestoßen, der dazu beiträgt, belastende Erfahrungen zu verarbeiten.


  • Was hat das neuronale Netzwerk mit der Verarbeitung von Erlebtem zu tun?

    Unser Gehirn verknüpft Informationen, die häufig gemeinsam auftreten. Gedanken, Gefühle, Körperreaktionen und Sinneseindrücke können dadurch miteinander verbunden werden.

    Denken Sie beispielsweise an den Geruch einer frisch gebackenen Pizza im letzten Urlaub. Vielleicht erinnern Sie sich sofort an bestimmte Menschen, Bilder oder Gefühle. Das neuronale Netzwerk hat die verschiedenen Informationen miteinander verknüpft. Dadurch können sie später gemeinsam und im Zusammenhang leicht wieder abgerufen werden.

    Bei belastenden Erfahrungen gelingt dieser Prozess nicht immer vollständig. Informationen können isoliert von anderen Erfahrungen bestehen bleiben. 

    Dadurch werden sie nicht als Teil einer vergangenen Erfahrung erlebt, sondern können auch in ganz anderen Situationen intensive Gefühle, Gedanken oder Körperreaktionen auslösen.

    Nervenzellen, die gemeinsam aktiv werden, verbinden sich leichter miteinander – „Neurons that fire together, wire together.“


    Lesen Sie dazu auch den Artikel zu Neuroplastizität im Blog.



  • Was kann sich durch EMDR verändern?

    Erinnerungen verlieren emotionale Intensität. Patienten erleben eine deutliche Erleichterung ihrer Belastung bis hin zur Auflösung der Symptomatik und die Vergangenheit wird zunehmend als etwas erlebt, das vorbei ist.

    Die Vergangenheit darf dort bleiben, wo sie hingehört – in der Vergangenheit.


  • Muss ich das belastende Ereignis noch einmal durchleben?

    Nein.

    EMDR bedeutet nicht, dass Sie eine belastende Erfahrung erneut erleben müssen. Sie berichten den Kern des Erlebens und nur so viele Details, wie es für Sie komfortabel ist. Wir benötigen einen Einstiegspunkt in Ihr Thema. Die eigentliche Verarbeitung übernimmt Ihr Unterbewusstsein.

    Die Behandlung erfolgt in einem geschützten therapeutischen Rahmen und orientiert sich immer an Ihrer Belastbarkeit.


  • Werden Erinnerungen durch EMDR gelöscht?

    Nein.

    Erinnerungen bleiben erhalten und bleiben Teil Ihrer Lebensgeschichte.

    Ziel der Behandlung ist nicht das Vergessen, sondern die Verarbeitung der belastenden Erfahrung und ein veränderter Umgang damit.


  • Verliere ich während der Behandlung die Kontrolle?

    Nein.

    Während einer EMDR-Sitzung bleiben Sie jederzeit ansprechbar und behalten die Kontrolle über das Geschehen. Sie sind weder in einer Trance noch unter Hypnose.

    Wir entscheiden gemeinsam, was bearbeitet wird, Sie können jederzeit Rückmeldung geben oder wir legen eine Pause machen.


  • Kann EMDR belastend sein?

    EMDR kann emotional fordernd sein. Gleichzeitig berichten viele Patienten bereits während oder nach den Sitzungen von einer spürbaren Entlastung, manche auch von Müdigkeit, lebhaftere Träume (keine Alpträume!), oder körperliches Empfinden, dass noch während der Behandlung wieder abklingt. 

    Deshalb erfolgt die Behandlung schrittweise und orientiert sich an Ihren individuellen Möglichkeiten und Ressourcen. 


  • Ist EMDR auch bei lange zurückliegenden Erfahrungen sinnvoll?

    Ja.

    Für die Wirksamkeit von EMDR ist nicht entscheidend, wie lange ein belastendes Ereignis zurückliegt.

    Auch Erfahrungen, die viele Jahre oder Jahrzehnte zurückliegen, können heute noch belastend wirken und therapeutisch bearbeitet werden.

    Das gilt auch für transgenerationale Traumata.


  • Wie läuft eine EMDR-Sitzung ab?

    Jede EMDR-Behandlung beginnt mit einem ausführlichen Vorgespräch. Gemeinsam klären wir, welche Erfahrungen oder Belastungen heute noch Einfluss auf Ihr Leben haben und ob EMDR für Ihr Anliegen sinnvoll ist.

    Bevor belastende Erinnerungen bearbeitet werden, ist es wichtig, dass ausreichend Stabilität vorhanden ist. Deshalb kann es sinnvoll sein, zunächst innere Ressourcen zu stärken. Die Behandlung richtet sich dabei immer nach Ihrem individuellen Tempo. 



    Für die EMDR-Sitzung wird anschließend eine bestimmte Erinnerung, Situation oder Belastung in den Blick genommen. Währenddessen erfolgt eine bilaterale Stimulation, beispielsweise durch geführte Augenbewegungen, Tapping oder spezielle Musik.

    Während der bilateralen Stimulation können Gedanken, Erinnerungen, Gefühle oder Körperempfindungen auftauchen – manchmal auch zunächst gar nichts. Die Reaktionen sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich und werden weder bewertet noch gesteuert.



    Bei EMDR wird die belastende Erfahrung nicht durch Konfrontation erneut durchlebt. Es ist auch keine „Umdeutung“ der Erlebten. Ziel ist vielmehr, dem Gehirn die Möglichkeit zu geben, festgehaltene Informationen zu verarbeiten.

    Häufig zeigt sich die Wirkung nicht nur während der Sitzung selbst. Auch in den Tagen danach können neue Gedanken, Erinnerungen oder Sichtweisen auftauchen und die Verarbeitung weiter in Bewegung bringen. 


Haben Sie Fragen zu EMDR oder möchten wissen, ob das Verfahren für Ihr Anliegen geeignet ist?

Sprechen Sie mich an. Tel/WA 0176 7672 5936 oder Kontaktformular.


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EMDR Therapie in Nürnberg

Meine Praxis befindet sich im Nürnberger Süden (Reichelsdorfer Keller) und ist mit der S-Bahn Linie 2 sehr gut erreichbar. Ich begleite Menschen aus Nürnberg, Schwabach, Roth und der gesamten Metropolregion Nürnberg bei Angststörungen, Panikattacken, PTBS, kPTBS, Trauma und anderen belastenden Lebenssituationen. Termine sind nach Absprache auch online per Video möglich.