Manche Erfahrungen, Erlebnisse oder Ereignisse sind für uns zu groß oder zu belastend, um sie vollständig zu verarbeiten. Ein
Trauma entsteht nicht nur durch schwere Unfälle, Naturkatastrophen oder Gewalterfahrungen.
Traumafolgestörungen treten auch in Folge kleinerer oder länger andauernder Situationen auf und führen zu dauerhaften Belastungen / Einschränkungen durch: Verlustängste, Mobbing, Verlust von Bezugspersonen, ungesunde Partnerschaften, medizinische Diagnosen, Krankenhausaufenthalte uvam.
Die stärkste Auswirkung ist die
posttraumatische Belastungsstörung (PTBS):
Ein Teil der Erfahrung wird verarbeitet. Ein anderer Teil bleibt gewissermaßen im Rohformat abgespeichert. Die Handlungsseite ist möglicherweise längst auf der Überholspur, während die emotionale Verarbeitung noch in den Startlöchern steht.
EMDR unterstützt die Verarbeitung solcher festgehaltenen Informationen. Durch geführte Augenbewegungen oder eine bilaterale Stimulation, beispielsweise durch Tapping oder spezielle Musik, wird ein ähnlicher Prozess angestoßen, wie man ihn beim REM-Schlaf vermutet. Man vermutet, dass dieser Prozess zur Verarbeitung und Einordnung von Erfahrungen beiträgt.
Was kann sich durch EMDR für Sie verändern?
Belastende Erfahrungen werden durch EMDR nicht gelöscht. Sie bleiben Teil der Lebensgeschichte.
EMDR unterstützt die Verarbeitung festgehaltener Informationen und ermöglicht einen neuen Umgang mit belastenden Erinnerungen, Gefühlen und Gedanken.
Viele Menschen erleben im Verlauf der Behandlung eine deutliche Entlastung. Erinnerungen verlieren an emotionaler Intensität, belastende Symptome nehmen ab und die Vergangenheit wird zunehmend als etwas erlebt, das vorbei ist.
Die Vergangenheit darf dort bleiben, wo sie hingehört – in der Vergangenheit – ohne das heutige Leben, Fühlen und Handeln weiterhin zu bestimmen.
Anwendungsgebiete von EMDR
EMDR wurde ursprünglich zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) entwickelt und gilt heute als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren der Traumatherapie.
Darüber hinaus hat sich EMDR auch bei weiteren psychischen Belastungen und Beschwerden bewährt:
Traumafolgestörungen und belastende Erfahrungen
- Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
- Komplexe PTBS
- Transgenerationales Trauma
- Folgen belastender Lebensereignisse
- Bindungstraumatisierungen
- Trennung / Scheidung
- starke Trauer nach Verlusterlebnissen
Angst und emotionale Belastungen
Körperliche Beschwerden mit psychischer Beteiligung
- Psychosomatische Beschwerden
- chronische Schmerzen
- Tinnitus
FAQ zu EMDR
Im
Blog finden Sie weitere Informationen rund um die Themen EMDR, Angst, Panik, Trauma, PTBS.
EMDR Therapie in Nürnberg
Meine Praxis befindet sich im Nürnberger Süden (Reichelsdorfer Keller) und ist mit der S-Bahn Linie 2 sehr gut erreichbar. Ich begleite Menschen aus Nürnberg, Schwabach, Roth und der gesamten Metropolregion Nürnberg bei Angststörungen, Panikattacken, PTBS, kPTBS, Trauma und anderen belastenden Lebenssituationen. Termine sind nach Absprache auch online per Video möglich.