Erschöpft trotz 3 Wochen Urlaub

Margit E. Flierl • 27. September 2026

Erschöpft trotz 3 Wochen Urlaub

Warum Urlaub allein Burnout und chronische Erschöpfung nicht verhindern



Der Koffer ist noch nicht ausgepackt und der Akku ist schon wieder leer. Vor wenigen Tagen waren Sie noch am Meer. Heute sitzen Sie wieder am Schreibtisch und fragen sich: Wie kann es sein, dass die Erholung schon wieder verschwunden ist?


Der Urlaub ist vorbei – die Erholung auch


Mit Distanz zum Alltag und im Zustand der Entspannung waren Ihnen die notwenigen Schritte sonnenklar:

„Ich mache künftig früher Feierabend.“

„Ich sage öfter Nein.“

„Ich lasse mich nicht mehr für alles verantwortlich fühlen.“

Im Urlaub klingt das ganz einfach.


Und täglich grüßt das Murmeltier


Kaum zurück, der alte Trott: Die Arbeit wartet. Termine, E-Mails, Kollegen, Kunden, Familie, Verpflichtungen. Alles ist wie vor dem Urlaub.

Die Vorsätze? Waren gut gemeint. Der Urlaub hatte die Umgebung geändert, aber nicht Ihre Gewohnheiten, Routinen, Glaubenssätze. Der Alltag hat wieder die gleichen Bedingungen hergestellt, die Sie bereits vor dem Urlaub ausgelaugt haben.

 

Urlaub bei drohendem Burnout oder chronischen Erschöpfungszuständen ist wie eine zweiwöchige Crash-Diät vor der Hochzeit:  Sie lindert kurz die Symptome, ändert aber nichts an der grundlegenden Ernährungsweise.


Warum gute Vorsätze oft nicht reichen


Sie wissen ziemlich genau, was Sie ändern möchten, trotzdem tun Sie nach kurzer Zeit wieder das gleiche wie vorher.

Zwei verschiedene Ursachen sind dafür zuständig:

Entweder sind es festgefahrene Gewohnheiten und Routinen oder es sind vertraute Denkmuster, die Ihnen heute nicht mehr guttun. Der innere Schweinehund spielt in diesem Szenario keine und Ihr Umfeld nur eine kleine Rolle – Sie spielen ja mit.


Kleiner Reality Check nach dem Urlaub


Nehmen Sie sich ein paar Minuten und schauen Sie auf Ihren letzten Urlaub zurück.

1. Was hat Sie an Ihrem Alltag besonders gestört, als Sie im Urlaub waren?

2. Was wollten Sie danach verändern?

3. Was haben Sie tatsächlich verändert?

4. Und was hat Sie an der Änderung gehindert?


Die Antwort wird nicht lauten: „Ich wusste nicht, was ich tun soll.“


Sondern eher:

„Ich weiß eigentlich genau, was ich tun müsste. Aber ich schaffe nicht, es durchzuhalten.“


Wenn der Vorsatz allein nicht reicht  

Dann braucht es nicht noch mehr Disziplin, bessere Zeitplanung oder den nächsten guten Vorsatz.


Es geht darum zu verstehen, warum Sie immer wieder an denselben Punkt zurückkehren.


Coaching kann dabei helfen, konkrete Veränderungen im Alltag zu planen und umzusetzen.

In der kognitiven Verhaltenstherapie geht es darum, die Gedanken und Bewertungen zu überprüfen, die bestimmte Verhaltensweisen immer wieder antreiben.



Wird es nach dem nächsten Urlaub besser?


Auch der nächste Urlaub wird wieder nur kurzzeitige Erholung bringen, solange Sie die zentrale Frage nicht für sich beantworten:


Was soll nach dem Urlaub anders sein – und was hält Sie bisher davon ab?

 

Wenn Sie darauf allein keine gute Antwort finden, ist es ein guter Zeitpunkt, Unterstützung zu holen. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern der erste Schritt zur Besserung. Der Blick von außen kann helfen, die eigenen Hindernisse zu erkennen und zu verändern.


Sprechen Sie mich an. Tel./WA 01767672 5936


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Abschalten

Neue Gedanken – neues Leben

Burnout Prävention

Ich müsste öfter Nein sagen